Schlafzimmergarnituren
Betten, Kleiderschränke, Kommoden und Nachttische im abgestimmten Dekor für das Schlafzimmer.
Eine Schlafzimmergarnitur ist ein Möbelprogramm, dessen Teile im selben Dekor und Stil aufeinander abgestimmt sind. Statt Bett, Schrank und Kommode einzeln zu suchen, wählt man eine Serie und ergänzt, was der Raum verlangt. Das erspart Farbabgleich und Maßsuche.
Der Bereich umfasst Betten und Bettanlagen, Kleiderschränke mit Dreh- oder Schwebetüren, Kombikommoden, Nachttische und Bettschubkästen.
Was ein Programm enthält und was nicht
Ein Angebot heißt selten „Komplett“. In der Praxis bekommt man das einzelne Möbel einer Serie, und die Bezeichnung im Titel entscheidet darüber, was im Karton liegt. Achte auf Hinweise wie „ohne Rahmen und Matratzen“, „ohne Deko“ oder „inkl. Beleuchtung“. Fotos zeigen oft ein Modellbeispiel mit Zubehör, das nicht dazugehört.
Typische Bausteine sind Bett oder Bettanlage mit Überbau und Nachttischen, Kleiderschrank, Kombikommode, Bettschubkästen als Ergänzung und Spiegel oder Aufsätze. Lattenrost und Matratze sind meist getrennt zu kaufen, weshalb sich der Blick in die Kategorien Lattenroste und Betten lohnt.
Maße und Raum
Breite Schränke brauchen viel Wandfläche. Vor dem Kauf zählt deshalb das Aufmaß des Raums: Deckenhöhe, Dachschrägen, Fensterbreiten und Türblätter, die noch aufschwingen müssen.
Beim Bett gelten die Liegemaße als Ausgangspunkt, zum Beispiel 180 mal 200 Zentimeter. Rechne die Außenmaße des Bettrahmens dazu. Zwischen Bett und Wand oder Schrank sollten mindestens 60 bis 70 Zentimeter zum Durchgehen bleiben. Wie sich Möbel im Raum anordnen lassen, steht im Ratgeber Schlafzimmer ruhig gestalten.
Türen, Fächer und Innenleben
Drehtüren brauchen Platz zum Aufschwingen, Schwebetüren laufen auf Schienen und brauchen nur die Schrankbreite. Sie sind allerdings schwerer und ihre Laufschienen müssen sauber bleiben. Bei großen Schränken sollte der Innenausbau zu deiner Nutzung passen: Kleiderstange für lange Kleidung, Einlegeböden für Wäsche, Schubkästen für Kleinteile.
Bei Kommoden sind Anzahl und Laufart der Schubkästen wichtiger als die Maße. Schubkästen mit Teilauszug sind günstiger, Vollauszüge bequemer. Ein Bett mit Stauraum, etwa Bettschubkästen, ersetzt eine zusätzliche Kommode.
Aufbau und Lieferung
Ein ganzes Programm wird in mehreren Paketen geliefert. Ein Schrank mit Schwebetüren ist schwer, Teile sind sperrig. Plane Platz zum Auspacken, mindestens zwei Personen für den Aufbau und einen halben bis ganzen Tag ein.
Hohe Schränke gehören an die Wand, damit sie nicht kippen. Der Untergrund muss dazu passen: In Trockenbau oder bei Dachschrägen greift die Befestigung anders als in Beton. Bei Unsicherheit ist ein Schreiner die richtige Ansprechperson.
Häufige Fragen
Sind Lattenrost und Matratze dabei?
In der Regel nicht. Achte auf Zusätze wie „ohne Rahmen und Matratzen“ im Angebot. Beide werden meist getrennt gekauft und müssen zur Liegefläche passen.
Drehtüren oder Schwebetüren?
Drehtüren benötigen Platz zum Aufschwingen, Schwebetüren nur die Schrankbreite. Dafür sind Schwebetüren schwerer und haben Laufschienen, die sauber bleiben müssen.
Wie viel Platz brauche ich vor dem Schrank?
Mindestens 60 Zentimeter, besser mehr, damit sich Türen und Schubkästen öffnen lassen und du dich bequem davor bewegen kannst.
Muss ein Schrank an die Wand?
Hohe und schmale Schränke sollten gesichert werden, damit sie nicht kippen. Beschläge brauchen zum Untergrund passende Dübel.
Passende Bereiche
- Betten – Rahmen, Bettanlagen und Polsterbetten
- Lattenroste – fehlen meist im Programm
- Nachttische – zum Bett passende Ablagen
- Kommoden – für Wäsche und Kleinteile
- Schränke – Kleiderschränke einzeln wählen
- Möbel – alle Möbelbereiche im Überblick
