
Bohrmaschinen
Bohrmaschinen, Säulenbohrmaschinen und Bohrständer für präzises Bohren in Holz, Metall und Kunststoff.
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Bildhinweis: KI-generierte Abbildung zur Veranschaulichung.
Wer Löcher exakt senkrecht, wiederholbar und in größeren Durchmessern setzen will, kommt mit einem Handgerät schnell an Grenzen. Der Schwerpunkt dieser Rubrik liegt deshalb auf stationären Maschinen: Tischbohrer für die Hobbywerkstatt, Säulenmodelle für Metallbau und Gewerbe, Magnetkernbohrer für Stahlträger und Kernbohrgeräte für Beton. Daneben findest du einzelne handgeführte Schlagbohrer.
Bevor du Datenblätter vergleichst, klär, welches Material du bohrst und wie groß die Löcher werden sollen.
Welche Bauform passt zur Aufgabe
- Tischbohrer stehen auf der Werkbank. Sie genügen für Holz, Kunststoff und dünnere Metallteile.
- Säulenbohrer gibt es als Tisch- und als Standmodell. Sie sind schwerer, steifer und schaffen im Stahl deutlich größere Durchmesser bis in den Bereich von 40 oder 50 mm.
- Magnetkernbohrer werden mit einem Elektromagneten direkt auf das Werkstück gesetzt – etwa auf Träger oder Stahlplatten, die sich nicht zur Maschine bringen lassen.
- Kernbohrgeräte mit Diamantkrone auf einem Ständer bohren große Durchbrüche in Beton, Stein und Mauerwerk.
- Bohr-Fräs-Kombinationen können zusätzlich leichte Fräsarbeiten übernehmen.
Die wichtigen Kennwerte lesen
Die maximale Bohrleistung in Millimetern ist meist für Stahl angegeben. In Holz geht mehr, in hochfestem Stahl weniger. Bei Kernbohrgeräten meint dieselbe Angabe den Durchmesser der Bohrkrone und fällt entsprechend groß aus.
Der Spindelhub bestimmt, wie tief du in einem Zug bohren kannst, ohne Tisch oder Werkstück zu verstellen. Der Abstand zwischen Spindel und Tisch begrenzt die Werkstückhöhe, der Säulendurchmesser ist ein guter Hinweis auf die Steifigkeit.
Bei der Drehzahl gilt: Große Bohrer und harte Metalle brauchen langsame Umdrehungen, kleine Bohrer in Holz schnelle. Die Drehzahl lässt sich über Stufengetriebe, Zahnradgetriebe oder stufenlose Regelung einstellen.
230 oder 400 Volt
Geräte gibt es für die normale Steckdose mit 230 V; leistungsstärkere Säulenmodelle sind dagegen für Drehstrom mit 400 V ausgelegt. Prüfe vor dem Kauf, ob in deiner Werkstatt ein entsprechender CEE-Anschluss vorhanden ist – nachrüsten gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
Aufstellen und sicher arbeiten
Standmodelle sind sehr schwer. Plane Transport, Tragfähigkeit des Bodens und einen festen Stand ein, und schau in der Anleitung nach, ob eine Verschraubung mit dem Untergrund vorgesehen ist.
- Werkstück immer im Maschinenschraubstock oder mit Spannpratzen fixieren, nie mit der Hand halten.
- Keine Handschuhe an der drehenden Spindel, lange Haare zusammenbinden.
- Schutzbrille tragen, Späne mit einem Pinsel entfernen, nicht mit der Hand.
- Bei Magnetbohrern zusätzlich ein Sicherungsseil nutzen, falls der Strom ausfällt und der Magnet loslässt.
Häufige Fragen
Tischbohrer oder Säulenmodell – was brauche ich für die Hobbywerkstatt?
Für Holzarbeiten und gelegentliche Löcher in dünnem Blech reicht meist ein Tischgerät. Bohrst du regelmäßig in Stahl oder brauchst größere Durchmesser, lohnt sich ein Säulenmodell mit höherer Leistung und stabilerer Säule.
Was ist der Unterschied zwischen Schlagbohrer und Bohrhammer?
Beim Schlagbohrer erzeugen zwei Rastscheiben eine schnelle, leichte Schlagbewegung – ausreichend für Dübellöcher in Mauerwerk. Ein Bohrhammer arbeitet mit einem pneumatischen Schlagwerk und ist für häufiges Bohren in Beton ausgelegt.
Kann ich mit einer Tischmaschine auch Metall bohren?
Ja, sofern Drehzahl und Bohrleistung passen. Wähle eine niedrige Drehzahl, spanne das Werkstück fest ein und benutze Schneidöl. Bei größeren Durchmessern hilft es, zuerst mit einem kleinen Bohrer vorzubohren.
Passende Bereiche
- Akkuschrauber für Schraubarbeiten und kleinere Löcher
- Fräsen wenn Nuten und Taschen gefragt sind
- Werkbänke & Werkstatteinrichtung stabiler Unterbau für Tischgeräte
- Schutzausrüstung Schutzbrille und Gehörschutz
- Werkzeuge & Maschinen alle Maschinenbereiche
