Büro- & Aktenschränke
Schränke
Büro- und Aktenschränke sind Zweckmöbel mit klaren Anforderungen: Sie müssen Ordner aufnehmen, das Gewicht tragen und je nach Inhalt verschließbar sein. Alles andere ist zweitrangig.
Im Sortiment stecken Aktenschränke mit Türen, offene Bürregale, Rollcontainer und Kombinationen aus Schrank und Regal, überwiegend aus Holzwerkstoff, teils aus Stahl. Die Preise reichen von rund 72 bis 460 Euro bei einem Median von etwa 210 Euro. Häufig ausgewiesene Merkmale sind abschließbar, höhenverstellbar und kratzfest – und genau das erste davon ist im Homeoffice oft der eigentliche Kaufgrund.
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Ordnermaße bestimmen die Fachhöhe
Ein Standard-Aktenordner mit breitem Rücken misst rund 32 cm in der Höhe, etwa 29 cm in der Tiefe und 8 cm in der Breite. Daraus ergeben sich die Anforderungen:
- Lichte Fachhöhe mindestens 33 cm, damit sich Ordner einstellen und herausziehen lassen. Bei knapp 32 cm klemmen sie.
- Innentiefe mindestens 30 cm, sonst stehen die Ordner vorne über und die Tür schließt nicht.
- Fachbreite – rechne rund 8 cm pro Ordner. In einem 80 cm breiten Fach stehen also etwa neun Ordner nebeneinander.
Die übliche Bezeichnung Ordnerhöhe beschreibt, wie viele Ordnerreihen übereinander passen. Ein Schrank mit fünf Fächern und je einer Ordnerreihe ist deutlich anders zu bewerten als einer mit fünf Fächern für Kleinteile.
Verstellbare Einlegeböden lohnen sich auch hier: Sie erlauben eine Mischung aus Ordnerfächern und niedrigen Fächern für Papier, Technik und Material.
Traglast ernst nehmen
Akten sind schwer – schwerer als fast alles andere, was in Möbeln gelagert wird. Ein voll gefüllter Ordner wiegt gut zwei Kilogramm; eine Reihe von neun Ordnern bringt damit rund 20 kg auf einen einzigen Boden.
Daraus folgen zwei Punkte:
Die Spannweite ist kritischer als die Materialdicke. Ein 80 cm breiter Einlegeboden aus Holzwerkstoff biegt sich unter einer vollen Ordnerreihe sichtbar durch. Bei breiten Schränken sind ein Mittelsteg oder zusätzliche Bodenträger deshalb kein Detail.
Der Korpus muss die Gesamtlast tragen. Bei fünf beladenen Ordnerreihen kommen schnell 100 kg zusammen. Eine eingenutete Rückwand ist hier wichtiger als bei jedem Wohnzimmermöbel, weil sie den Korpus in der Diagonale hält.
Beim Beladen gilt: schwere Ordner nach unten. Das senkt den Schwerpunkt, entlastet die oberen Böden und macht den Schrank standsicherer.
Für sehr hohe Lasten und in Kellerarchiven sind Stahlregale die tragfähigere Alternative zu Holzwerkstoff.
Abschließbar: wann es wirklich zählt
Im Homeoffice ist Abschließbarkeit häufiger nötig, als viele erwarten. Wer beruflich mit personenbezogenen Daten, Verträgen oder Gesundheitsunterlagen arbeitet, unterliegt Sorgfaltspflichten – und ein abschließbarer Schrank ist die einfachste organisatorische Maßnahme, um Unterlagen dem Zugriff Dritter zu entziehen. Bei manchen Arbeitgebern und in einigen Berufen ist das ausdrücklich gefordert.
Beim Schloss lohnt der Blick auf zwei Dinge: ob alle Türen und Schubladen abschließbar sind oder nur einzelne, und ob es sich um eine Zentralverriegelung handelt, die mit einem Schlüssel den gesamten Schrank sichert.
Wichtig ist die realistische Einordnung: Ein abschließbarer Büroschrank ist ein Sichtschutz und eine Zugriffshürde, kein Einbruchschutz. Für Bargeld, Schmuck und wirklich schutzbedürftige Dokumente ist ein verankerter Tresor die passende Lösung.
Denk an den Zweitschlüssel und daran, ihn nicht im Schrank aufzubewahren.
Aufstellung im Arbeitszimmer
Ein Aktenschrank sollte dort stehen, wo man ihn im Sitzen oder mit einem Schritt erreicht – Ordner, die man nur mit der Leiter erreicht, werden nicht benutzt.
Beachte den Schwenkraum der Türen im Verhältnis zum Schreibtischstuhl: Ein Schrank direkt hinter dem Arbeitsplatz lässt sich oft nur öffnen, wenn der Stuhl beiseite geschoben wird. Schiebetüren oder Rollcontainer lösen das in engen Räumen.
Ein Kippschutz ist bei Aktenschränken besonders wichtig. Werden mehrere beladene Schubladen gleichzeitig geöffnet, verlagert sich der Schwerpunkt weit nach vorn – bei hohen Modellen ist das der klassische Kippfall. Manche Schränke haben eine Auszugssperre, die nur eine Schublade gleichzeitig freigibt; wo sie fehlt, hilft nur die Wandbefestigung.
Und wie bei jedem Möbel: Der Boden muss eben sein, sonst schließen die Türen dauerhaft nicht bündig.
Häufige Fragen
Welche Fachhöhe brauchen Aktenordner?
Mindestens 33 cm lichte Höhe – ein Standardordner misst rund 32 cm, bei knapperem Maß klemmt er. Die Innentiefe sollte mindestens 30 cm betragen, sonst stehen die Ordner vorne über.
Wie viel Gewicht kommt zusammen?
Ein voller Ordner wiegt gut zwei Kilogramm, eine Reihe von neun Ordnern rund 20 kg. Bei fünf Reihen sind es schnell 100 kg – achte auf Bodenträger, Mittelsteg und eine eingenutete Rückwand.
Ersetzt ein abschließbarer Schrank einen Tresor?
Nein. Er ist Sichtschutz und Zugriffshürde – sinnvoll für Unterlagen mit personenbezogenen Daten. Für Bargeld, Schmuck und wirklich schutzbedürftige Dokumente braucht es einen verankerten Tresor.
Warum kippt ein Aktenschrank leicht?
Weil beladene Schubladen den Schwerpunkt weit nach vorn verlagern, besonders wenn mehrere gleichzeitig offen sind. Manche Modelle haben eine Auszugssperre; wo sie fehlt, ist die Wandbefestigung Pflicht.
Passende Bereiche
- Schreibtische – der Arbeitsplatz davor
- Regale – offene Alternative für Ordner und Material
- Alle Schränke – weitere Schrankarten im Überblick
