Nachttische
Der Nachttisch ist ein kleines Möbel mit einer klaren Aufgabe: Er trägt die Leuchte, das Buch, das Glas Wasser und das Telefon – und zwar in Reichweite aus dem Liegen. Genau daran scheitern viele Modelle, weil die Höhe nicht zum Bett passt.
Der Bereich umfasst klassische Nachttische mit Schublade und Fach, offene Nachtkonsolen, schmale Modelle für enge Zimmer sowie hängende Varianten, die den Boden frei lassen. In fast jedem Fall werden zwei Stück gebraucht.
Höhe: die einzige Zahl, die wirklich zählt
Die Oberkante des Nachttisches sollte etwa auf Höhe der Matratzenoberkante liegen, maximal wenige Zentimeter darüber. Dann lässt sich im Liegen etwas abstellen, ohne den Arm anzuheben.
Genau hier entsteht der häufigste Fehlkauf. Betten sind unterschiedlich hoch: Ein Bettgestell mit dünner Matratze liegt bei etwa 45 cm, ein Boxspringbett mit Topper kann 65 cm und mehr erreichen. Ein Standard-Nachttisch mit 45 cm steht daneben deutlich zu niedrig und wird aus dem Liegen unbrauchbar.
Miss deshalb vom Boden bis zur Matratzenoberkante, nicht bis zur Bettkante – und kaufe danach. Zu Boxspringbetten gehören entsprechend hohe Nachtkonsolen.
Die Breite ist unkritischer. Achte darauf, dass zwischen Bett und Nachttisch kein Spalt bleibt, in den Dinge fallen.
Stauraum: Schublade, Fach oder offen
Eine Schublade ist der praktischste Stauraum am Bett – für Brille, Medikamente, Ohrstöpsel und alles, was nicht sichtbar herumliegen soll. Prüfe, ob sie sich weit genug herausziehen lässt; bei einem so kleinen Möbel ist ein Teilauszug besonders lästig.
Offene Fächer nehmen Bücher auf und wirken leichter, verstauben aber und zeigen jede Unordnung.
Türen sind an einem Nachttisch selten praktisch, weil sie im schmalen Raum zwischen Bett und Wand schwenken müssen.
Hängende Nachtkonsolen, die an der Wand oder am Bettrahmen befestigt werden, lassen den Boden frei. Das erleichtert das Saugen und lässt kleine Zimmer luftiger wirken. Bei Wandmontage gilt dasselbe wie bei jedem Hängemöbel: Die Befestigung muss zur Wand passen, in Gipskarton reicht ein Standarddübel nicht.
Ein Detail mit hohem Alltagswert: eine Kabeldurchführung oder wenigstens ein offener Rücken, damit das Ladekabel nicht über die Platte hängt.
Material und Verarbeitung
Bei einem Nachttisch ist Holzwerkstoff mit Dekoroberfläche unkritisch – die Belastung ist gering.
Zwei Punkte lohnen trotzdem einen Blick. Erstens die Kantenverarbeitung: Ein Nachttisch steht dort, wo man morgens im Halbschlaf anstößt, und eine sauber umleimte Kante hält das besser aus als eine offene. Zweitens die Rückwand – auch bei einem kleinen Möbel hält sie den Korpus im Winkel.
Massivholz und Metallgestelle sind die haltbareren, aber teureren Varianten.
Wenn der Nachttisch zum Bett passen soll, achte auf die Farbbezeichnung. Dekore wie Eiche oder Weiss unterscheiden sich zwischen Herstellern erheblich. Zwei Nachttische derselben Serie sollten in einem Vorgang bestellt werden – bei getrennten Lieferungen können Chargen leicht abweichen.
Zwei statt einer, und was noch dazugehört
Bei einem Doppelbett werden praktisch immer zwei Nachttische gebraucht. Nachttische werden einzeln oder im Zweierset verkauft – ein Blick auf die Angebotsangabe lohnt sich, weil der Preisunterschied erheblich sein kann.
Plane den Platz neben dem Bett realistisch: Zwischen Bett und Wand sollten mindestens 70 cm frei bleiben, damit man zum Beziehen daran vorbeikommt. Ein Nachttisch mit 40 cm Breite nimmt davon einen erheblichen Teil.
Zur Ausstattung gehört fast immer eine Leuchte. Sinnvoll ist ein Modell mit schwerem Fuß – ein schmaler Standfuß auf einer kleinen Ablagefläche fällt schnell um. Ein Touch-Dimmer ist am Bett die angenehmste Bedienung, weil man im Dunkeln keinen Schalter suchen muss.
In Haushalten mit Kindern gilt auch hier: Ein Möbel, das höher als breit ist, gehört an der Wand gesichert.
Häufige Fragen
Wie hoch sollte ein Nachttisch sein?
Etwa auf Höhe der Matratzenoberkante, maximal wenige Zentimeter darüber. Miss vom Boden bis zur Matratzenoberkante – bei einem Boxspringbett sind das schnell 65 cm, und ein Standardmodell mit 45 cm ist dann zu niedrig.
Schublade oder offenes Fach?
Eine Schublade ist am Bett praktischer, weil sie Kleinkram verschwinden lässt. Offene Fächer nehmen Bücher auf, verstauben aber. Türen sind im schmalen Raum zwischen Bett und Wand meist unpraktisch.
Wie viel Platz brauche ich neben dem Bett?
Mindestens 70 cm freien Durchgang, damit das Bett bezogen werden kann. Ein Nachttisch mit 40 cm Breite nimmt davon einen erheblichen Teil.
Wohin mit dem Ladekabel?
Achte auf eine Kabeldurchführung oder wenigstens einen offenen Rücken. Sonst hängt das Kabel über die Tischplatte, und das Telefon rutscht beim Ziehen herunter.
Passende Bereiche
- Betten – die Matratzenoberkante bestimmt die passende Höhe
- Tischleuchten – schwerer Fuß und Touch-Dimmer sind am Bett von Vorteil
- Kommoden – dieselbe Bauweise im größeren Format
