Wandleuchten
Lampen
Wandleuchten machen Licht dort, wo weder Decke noch Abstellfläche etwas hergeben: im Flur, am Bett, neben dem Sofa, im Treppenhaus und an der Hausfassade. Sie nehmen keinen Bodenplatz weg und lassen sich gezielt auf eine Stelle richten.
Im Sortiment stecken Innenleuchten mit Schirm, Up-Down-Leuchten mit Licht nach oben und unten, Schwenkarmleuchten zum Lesen sowie Außenwandleuchten, teils mit Bewegungsmelder. Die wichtigste Unterscheidung ist die zwischen innen und außen – draußen entscheidet die Schutzart darüber, ob eine Leuchte überhaupt zulässig ist. Innen zählt vor allem die Montagehöhe.
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Montagehöhe und Position
Die richtige Höhe hängt vom Zweck ab:
- Flur und Treppenhaus: etwa 170 bis 180 cm über dem Boden. Höher wirkt das Licht flächiger, tiefer blendet es beim Vorbeigehen.
- Am Bett als Leselicht: rund 100 bis 120 cm über dem Boden beziehungsweise etwa 60 cm über der Matratze, seitlich versetzt hinter der Schulter. Dann fällt das Licht auf das Buch, nicht ins Gesicht des Gegenübers.
- Neben dem Sofa: ähnlich – hinter der Sitzkante, damit das Licht über die Schulter kommt.
- Außen an der Haustür: etwa 180 bis 200 cm, damit der Bereich vor der Tür ausgeleuchtet wird, ohne dass die Leuchte im Blickfeld hängt.
Bei Leuchten am Bett ist ein Schwenkarm praktisch: Er lässt sich zum Lesen heranziehen und danach wieder an die Wand legen. Achte darauf, wo der Schalter sitzt – ein Schalter direkt an der Leuchte erspart den Weg zur Tür.
Up-Down oder gerichtetes Licht
Up-Down-Leuchten geben je einen Lichtkegel nach oben und unten ab. An einer glatten Wand entstehen dabei zwei klar gezeichnete Lichtdreiecke – das ist ein gestalterisches Element und liefert angenehmes indirektes Licht, aber wenig nutzbare Helligkeit im Raum.
An einer strukturierten Wand wirkt das besonders, weil die Struktur im Streiflicht sichtbar wird. Umgekehrt zeigt eine unebene, frisch verputzte Wand im Streiflicht jede Unregelmäßigkeit – dort ist eine Leuchte mit Schirm die bessere Wahl.
Leuchten mit Schirm streuen breiter und tragen zur Grundhelligkeit bei.
Gerichtete Spots und Schwenkarme beleuchten eine bestimmte Stelle – ein Bild, eine Leseposition, eine Arbeitsfläche.
Für die meisten Räume gilt: Wandleuchten sind Ergänzungslicht. Als alleinige Beleuchtung eines Wohnraums reichen sie selten aus, dafür schaffen sie Stimmung und entlasten die Deckenleuchte.
Außen: Schutzart und Bewegungsmelder
Draußen entscheidet die IP-Schutzart. Die erste Ziffer steht für Fremdkörper und Staub, die zweite für Wasser.
- IP44 ist der Mindeststandard für geschützte Bereiche unter einem Vordach – Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen.
- IP54 und höher für Wände ohne Überdachung, wo Regen direkt auftrifft.
- IP65 für stark bewitterte Stellen.
Eine Innenleuchte gehört unter keinen Umständen an die Außenwand, auch nicht unter ein Vordach – Feuchtigkeit dringt über die Kontakte ein.
Bei Leuchten mit Bewegungsmelder zählen drei Einstellungen: der Erfassungsbereich in Grad und Metern, die Nachlaufzeit und die Dämmerungsschwelle. Ein zu weit eingestellter Melder schaltet bei jedem vorbeifahrenden Auto, eine zu kurze Nachlaufzeit lässt das Licht ausgehen, während man noch den Schlüssel sucht.
Ein praktischer Hinweis: Bewegungsmelder reagieren auf Wärmeunterschiede und arbeiten quer zur Bewegungsrichtung zuverlässiger als frontal. Eine Leuchte seitlich zum Weg erfasst besser als eine, auf die man direkt zuläuft.
Montage und Anschluss
Wandleuchten werden an eine feste Zuleitung angeschlossen. Prüfe vor dem Kauf, ob an der gewünschten Stelle überhaupt eine Wanddose liegt – nachträglich eine Leitung zu verlegen ist deutlich aufwendiger als die Leuchte anzubringen. Für Stellen ohne Zuleitung gibt es Modelle mit Kabel und Stecker sowie akkubetriebene Leuchten.
Beim Austausch einer vorhandenen Leuchte gilt derselbe Punkt wie bei Deckenleuchten: Die neue Wandplatte muss mindestens so groß sein wie die alte, sonst bleibt der Ausschnitt sichtbar.
Arbeiten an der festen Installation setzen voraus, dass der Stromkreis abgeschaltet, gegen Wiedereinschalten gesichert und die Spannungsfreiheit mit einem zweipoligen Spannungsprüfer geprüft wurde. Im Zweifel gehört das in Fachhände – besonders im Außenbereich und im Bad.
Im Bad gelten für Wandleuchten in der Nähe von Wanne und Dusche eigene Anforderungen an Schutzart und Ausführung. Eine Wohnraumleuchte ohne IP-Kennzeichnung hat dort nichts zu suchen.
Häufige Fragen
Wie hoch montiere ich eine Wandleuchte?
Im Flur etwa 170 bis 180 cm, am Bett rund 60 cm über der Matratze und seitlich hinter der Schulter, außen an der Haustür 180 bis 200 cm.
Welche Schutzart brauche ich draußen?
Mindestens IP44 unter einem Vordach, IP54 oder höher an unbewitterten Wänden ohne Überdachung. Eine Innenleuchte gehört nie an die Außenwand, auch nicht unter ein Dach.
Reichen Wandleuchten als einzige Beleuchtung?
Selten. Sie liefern angenehmes Ergänzungs- und Stimmungslicht, aber wenig Grundhelligkeit. Für einen Wohnraum braucht es zusätzlich eine Decken- oder Stehleuchte.
Warum schaltet mein Bewegungsmelder zu oft?
Meist ist der Erfassungsbereich zu weit eingestellt oder die Leuchte erfasst die Straße mit. Erfassungswinkel, Reichweite, Nachlaufzeit und Dämmerungsschwelle lassen sich an den meisten Modellen einzeln einstellen.
Passende Bereiche
- Deckenleuchten – die Grundbeleuchtung, die Wandleuchten ergänzen
- Außenbeleuchtung – Wege, Fassade und Garten
- Alle Lampen – Steh-, Tisch- und Pendelleuchten
