Tischleuchten
Lampen
Tischleuchten sind das Licht, das man dorthin stellt, wo eine Deckenleuchte nicht hinkommt: neben das Bett, auf das Sideboard, in die Leseecke, auf den Schreibtisch. Sie brauchen keinen Deckenauslass, sondern nur eine Steckdose – und sind damit die flexibelste Lichtquelle im Raum.
Im Sortiment stecken klassische Leuchten mit Stoff-, Glas- oder Metallschirm, gerichtete Schreibtischleuchten mit Gelenkarm, dekorative Kleinleuchten und Modelle mit Akku, die ganz ohne Kabel auskommen. Die drei Fragen vorab: Soll die Leuchte den Raum stimmen oder eine Fläche beleuchten, wie hoch darf sie sein, und wo sitzt der Schalter?
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Stimmungslicht oder Arbeitslicht
Das ist die entscheidende Weichenstellung, und sie zeigt sich am Schirm.
Ein nach oben und unten offener Schirm – typischerweise Stoff oder Opalglas – wirft Licht in beide Richtungen und hellt die Wand mit auf. Das ergibt weiches, indirektes Licht und ist die richtige Wahl fürs Wohnzimmer, das Sideboard und den Nachttisch.
Ein geschlossener, nach unten gerichteter Schirm erzeugt einen begrenzten Lichtkegel auf der Fläche darunter. Das ist Arbeitslicht: zum Lesen, Schreiben und für alles, was am Schreibtisch stattfindet.
Für den Schreibtisch gilt zusätzlich: Das Licht sollte von der Seite kommen, mit der man nicht schreibt – bei Rechtshändern von links. Sonst arbeitet man im eigenen Handschatten. Leuchten mit Gelenkarm lassen sich genau darauf einstellen.
Höhe und Standfläche
Die Faustregel für eine Leuchte, neben der man sitzt: Die Schirmunterkante sollte etwa auf Augenhöhe der sitzenden Person liegen. Dann sieht man das Leuchtmittel nicht direkt und wird nicht geblendet. Bei einer üblichen Sitzhöhe bedeutet das für eine Leuchte auf einem Beistelltisch eine Gesamthöhe von rund 40 bis 50 cm.
Auf dem Nachttisch ist eine niedrigere Leuchte praktischer – sie soll zum Lesen im Liegen taugen und den Partner nicht anleuchten. Achte hier besonders auf die Standfläche: Ein schmaler Fuß auf einem schmalen Nachttisch fällt schnell um. Modelle mit schwerem Metallfuß stehen sicherer.
Auf einem Sideboard darf die Leuchte höher sein und einen breiteren Schirm haben, weil sie dort meist als Raumlicht wirkt und nicht als Leselicht.
Schalter, Dimmer und Akku
Die Bedienung ist bei Tischleuchten wichtiger als bei jeder anderen Leuchtenart, weil man sie täglich anfasst.
- Schnurschalter am Kabel ist die häufigste Lösung: günstig, aber man muss danach tasten.
- Schalter am Fuß oder am Schirm ist im Dunkeln leichter zu finden.
- Touch-Dimmer schaltet über eine Berührung am Metallkörper und bietet meist mehrere Helligkeitsstufen. Am Nachttisch ist das die angenehmste Bedienung.
- Akkuleuchten brauchen gar keine Steckdose. Sie sind die Lösung für Fensterbank, Balkon und Esstisch – Laufzeit und Ladeart stehen in den Produktdaten.
Wenn gedimmt werden soll, müssen Leuchte und Leuchtmittel zusammenpassen. Bei fest verbauten LED-Modulen steht die Dimmbarkeit unveränderlich fest; bei wechselbaren Fassungen entscheidet das eingesetzte Leuchtmittel.
Leuchtmittel und Lichtfarbe
Bei Tischleuchten sind E27 und E14 die üblichen Fassungen; E14 ist die kleinere und bei zierlichen Modellen verbreitet. Der Vorteil einer wechselbaren Fassung liegt hier besonders auf der Hand: Lichtfarbe und Helligkeit lassen sich jederzeit anpassen, ohne die Leuchte zu tauschen.
Für Wohnräume ist warmweißes Licht um 2.700 Kelvin der Normalfall – es wirkt wie klassisches Glühlampenlicht. Am Schreibtisch ist neutralweißes Licht um 4.000 Kelvin konzentrationsfördernder. Am Bett gilt: je wärmer, desto besser, weil kaltes, blaustichiges Licht am Abend wacher macht.
Achte bei klaren Glasschirmen darauf, welches Leuchtmittel sichtbar ist. Eine nackte, kaltweiße Standardbirne hinter Klarglas blendet auf Augenhöhe – hier sind mattierte Leuchtmittel oder dekorative Filamentlampen die bessere Wahl.
Häufige Fragen
Wie hoch sollte eine Tischleuchte neben dem Sessel sein?
So, dass die Schirmunterkante etwa auf Augenhöhe der sitzenden Person liegt – auf einem Beistelltisch sind das meist 40 bis 50 cm Gesamthöhe. Dann bleibt das Leuchtmittel verdeckt und blendet nicht.
Von welcher Seite soll das Licht am Schreibtisch kommen?
Von der Seite der Schreibhand abgewandt – bei Rechtshändern also von links. Sonst schreibt man im eigenen Handschatten. Leuchten mit Gelenkarm lassen sich dafür genau ausrichten.
Welche Lichtfarbe passt ans Bett?
Warmweiß um 2.700 Kelvin. Kaltweißes, blaustichiges Licht wirkt am Abend anregend. Bei Leuchten mit wechselbarem Leuchtmittel lässt sich die Lichtfarbe jederzeit ändern.
Sind Akku-Tischleuchten sinnvoll?
Überall dort, wo keine Steckdose in der Nähe ist: Fensterbank, Esstisch, Balkon. Prüfe die angegebene Laufzeit und die Ladeart – beides steht in den Produktdaten und unterscheidet sich zwischen den Modellen deutlich.
Passende Bereiche
- Stehleuchten – wenn keine Abstellfläche für eine Leuchte da ist
- Alle Lampen – Decken-, Wand- und Pendelleuchten
- Nachttische – die Standfläche entscheidet über die passende Leuchte
