Gartentische
Der Gartentisch bestimmt, wie viele Menschen draußen zusammenkommen können – und er belegt viel Fläche. Deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf die Terrasse auszumessen, und zwar inklusive der Stühle im zurückgeschobenen Zustand.
Der Bereich umfasst feste und ausziehbare Tische, Klapptische für den Balkon und niedrige Loungetische. Die Standardhöhe liegt bei rund 74 cm, und danach richtet sich die passende Sitzhöhe der Stühle von etwa 45 cm. Loungetische fallen bewusst deutlich niedriger aus.
Größe planen: Tisch plus Bewegungsraum
Wie drinnen gilt auch draußen: etwa 60 cm Tischbreite pro Person und 40 cm Tiefe. Daraus ergeben sich die üblichen Formate:
- 80 bis 100 cm: Balkontisch für zwei.
- 120 bis 140 cm: vier Plätze.
- 160 bis 180 cm: sechs Plätze.
- 200 cm und mehr: acht Plätze und mehr.
Entscheidender als der Tisch selbst ist der Platz drumherum. Rechne mindestens 80 cm zwischen Tischkante und der nächsten Wand oder Brüstung, damit ein Stuhl zurückgeschoben werden kann. Auf einer schmalen Terrasse ist das oft die Zahl, die das Format begrenzt – nicht der Tisch.
Ausziehbare Tische lösen den Konflikt zwischen Alltag und Besuch. Prüfe dabei den Mechanismus: Draußen setzen Schienen und Führungen schneller zu als drinnen, und eine verklemmte Auszugsmechanik lässt sich schlecht reparieren.
Wenn ein Sonnenschirm durch die Platte geführt werden soll, muss das Schirmloch zum Mastdurchmesser passen.
Plattenmaterialien im Freien
Aluminium rostet nicht, ist leicht und praktisch wartungsfrei – die pflegeleichteste Wahl. Wegen des geringen Gewichts sollte ein Alutisch auf offenen Terrassen aber beschwert oder gesichert werden.
Holz ist die wohnlichste Variante und vergraut ohne Pflege. Wichtig ist, dass Wasser ablaufen kann: Lattenplatten mit Fugen trocknen ab, geschlossene Holzplatten stauen Wasser.
Kunststoff und Polywood sind unempfindlich und günstig. Bei hellen Farben zählt die UV-Beständigkeit.
Glas – meist Sicherheitsglas – wirkt leicht und ist einfach zu reinigen, zeigt aber jeden Tropfen und ist an den Kanten empfindlich. Ein Glastisch auf einer windigen Terrasse braucht ein schweres Gestell.
Keramik und Naturstein auf Metallgestell sind sehr witterungsfest und schwer – ein Vorteil bei Wind, ein Nachteil beim Umstellen.
Bei allen Materialien zählt das Gestell: Pulverbeschichteter Stahl ist stabil, aber an Kratzern rostanfällig; Aluminium ist korrosionsfrei und leichter.
Klapp- und Loungetische
Klapptische sind für Balkone und kleine Terrassen gedacht, auf denen nicht dauerhaft ein Tisch stehen soll. Achte auf die Verriegelung: Ein Klapptisch, der sich unter Last zusammenfaltet, ist gefährlich. Bei Balkonhängetischen, die an der Brüstung eingehängt werden, gehört ein Blick auf die zulässige Belastung und auf die Brüstungsstärke dazu.
Loungetische sind niedrig – meist 35 bis 45 cm – und gehören zu Loungemöbeln mit entsprechend tiefer Sitzposition. Ein normaler Gartenstuhl wirkt daran deutlich zu hoch; umgekehrt ist ein Loungetisch zum Essen unpraktisch.
Beistelltische ergänzen Liegen und Sessel und lassen sich mit einer Hand umstellen.
Ein praktischer Punkt für alle Bauarten: Höhenverstellbare Füße gleichen unebene Terrassenplatten aus. Ohne sie wackelt jeder Tisch auf Naturstein oder verlegtem Pflaster.
Pflege und Überwinterung
Die einfachste Regel: Was Wasser abfließen lässt, hält länger. Wasserpfützen auf einer Tischplatte sind der häufigste Ausgangspunkt für Schäden – bei Holz für Risse, bei beschichtetem Stahl für Rost unter der Beschichtung.
Holz einmal jährlich reinigen und bei Bedarf ölen. Kein Hochdruckreiniger: Er fräst die weichen Jahresringe heraus und macht die Oberfläche rau.
Glas mit Glasreiniger, Kunststoff mit Wasser und weicher Bürste, Aluminium braucht praktisch nichts.
Zum Überwintern: Aluminium, Kunststoff und Keramik können in der Regel draußen bleiben, Holz hält im Trockenen deutlich länger. Wenn ein Tisch draußen bleibt, gehört er hochkant oder abgedeckt – so steht kein Wasser auf der Platte. Abdeckhauben sollten unten offen bleiben, damit sich keine Feuchtigkeit staut.
Und bei Glastischen: Bei Frost auf keinen Fall heißes Wasser zum Enteisen verwenden – der Temperaturunterschied kann die Platte zerspringen lassen.
Häufige Fragen
Wie groß muss ein Gartentisch für sechs Personen sein?
160 bis 180 cm Länge bei etwa 90 cm Tiefe. Wichtiger ist der Platz drumherum: mindestens 80 cm zwischen Tischkante und Wand oder Brüstung, damit Stühle zurückgeschoben werden können.
Welche Tischhöhe passt zu meinen Gartenstühlen?
Die Standardhöhe liegt bei rund 74 cm und passt zu Stühlen mit etwa 45 cm Sitzhöhe. Loungetische sind mit 35 bis 45 cm deutlich niedriger und gehören zu entsprechend tiefen Sitzmöbeln.
Welches Plattenmaterial ist am pflegeleichtesten?
Aluminium – es rostet nicht und braucht praktisch keine Pflege. Kunststoff ist ebenfalls unempfindlich, sollte aber UV-beständig sein. Holz ist am wohnlichsten und verlangt die meiste Aufmerksamkeit.
Kann der Gartentisch draußen überwintern?
Aluminium, Kunststoff und Keramik meist ja, Holz hält im Trockenen deutlich länger. Bleibt der Tisch draußen, sollte kein Wasser auf der Platte stehen können – hochkant stellen oder mit unten offener Haube abdecken.
Passende Bereiche
- Gartenstühle – passende Sitzhöhe zur Tischhöhe
- Sonnenschirme – Schirmloch und Mastdurchmesser prüfen
- Gartenbänke – Sitzplätze für die lange Tischseite
