
Sonnenschirme
Sonnenschirme, Ampelschirme und Schirmständer, die dir an heißen Tagen Schatten auf Terrasse, Balkon und im Garten spenden.
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Bildhinweis: KI-generierte Abbildung zur Veranschaulichung.
Ein Sonnenschirm ist der beweglichste Sonnenschutz: Er lässt sich dorthin stellen, wo die Sonne gerade steht, und im Herbst wegräumen. Der Bereich umfasst klassische Mittelmastschirme, seitlich aufgehängte Ampelschirme, Halbschirme für Balkone und kleine Tischschirme.
Die drei Fragen: Wie viel Fläche soll beschattet werden, wo steht der Mast – und wie schwer ist der Fuß?
Bauarten und wofür sie gedacht sind
- Mittelmastschirm: die klassische Bauart mit Mast in der Mitte, meist durch ein Loch im Tisch geführt. Er ist am stabilsten, am günstigsten und windunempfindlicher als jede andere Form. Nachteil: Der Mast steht dort, wo sonst Platz wäre.
- Ampelschirm: hängt an einem seitlichen Arm, die Fläche darunter bleibt frei. Er lässt sich meist schwenken und neigen und ist damit deutlich flexibler. Der Preis dafür ist ein erheblich schwererer Fuß – der Hebelarm verlangt Gegengewicht.
- Balkon- und Halbschirm: auf einer Seite gerade abgeschnitten, damit er nah an die Hauswand oder die Balkonbrüstung passt.
- Tischschirm: klein, leicht, für Bistrotische und Balkone.
Bei allen Bauarten sinnvoll ist eine Knickfunktion oder Neigung, weil die Sonne im Tagesverlauf flacher steht. Ein Schirm, der sich nicht neigen lässt, beschattet am späten Nachmittag den Nachbargarten.
Größe passend zur Sitzgruppe
Der Durchmesser wird regelmäßig zu klein gewählt. Grund: Der Schatten fällt fast nie senkrecht nach unten, sondern versetzt – die beschattete Fläche ist also kleiner als die Schirmfläche und liegt woanders.
Als Orientierung: Ein Schirm mit 200 cm Durchmesser reicht für einen kleinen Bistrotisch, 300 cm für einen Tisch mit vier bis sechs Plätzen, 400 cm für größere Runden. Die Beschattungsfläche eines 400er-Schirms liegt bei etwa 12,5 m².
Rechne über den Tisch hinaus: Sitzende Personen brauchen Schatten für Kopf und Oberkörper, und die sitzen weiter außen als die Tischkante. Ein Schirm sollte den Tisch auf jeder Seite um mindestens 50 cm überragen.
Rechteckige Schirme passen besser zu länglichen Tischen, runde zu runden. Bei einem Mittelmastschirm muss zusätzlich das Loch im Tisch zum Mastdurchmesser passen.
Der Ständer ist kein Zubehör
Der häufigste und gefährlichste Fehler in dieser Kategorie ist ein zu leichter Fuß. Ein aufgespannter Sonnenschirm ist ein Segel, und ein umstürzender Schirm mit Metallmast ist keine Kleinigkeit.
Als grobe Richtwerte für frei stehende Mittelmastschirme gelten etwa 25 kg Fußgewicht bei 200 bis 250 cm Durchmesser, 40 kg bei 300 cm und mehr darüber. Wird der Mast zusätzlich durch einen Tisch geführt, darf der Fuß leichter ausfallen, weil der Tisch führt.
Ampelschirme brauchen deutlich mehr – hier sind Plattenständer ab 60 kg nötig. Ständer werden mit Betonplatten oder Wassertanks befüllt; ob sie enthalten sind, gehört in den Preisvergleich.
Und unabhängig von der Größe: Bei Wind zusammenklappen. Kein Ständer der Welt hält einen aufgespannten Schirm bei einer Böe zuverlässig, und die Herstellerangaben zur Windbeständigkeit gelten für aufgespannte Schirme nur bis zu vergleichsweise niedrigen Windstärken.
Bespannung, Pflege und Einwintern
Bei der Bespannung ist weniger das Material entscheidend als die Ausrüstung: Eine Teflon- oder PU-Beschichtung lässt Wasser abperlen und verhindert, dass sich Schmutz festsetzt. Ein UV-Schutzfaktor sagt aus, wie viel Strahlung die Bespannung zurückhält – ein dünner, heller Stoff schützt weniger, als der Schatten vermuten lässt.
Dunkle Farben absorbieren mehr Strahlung und bleichen schneller aus, spenden aber gefühlt kühleren Schatten. Helle Töne halten die Farbe länger, lassen aber mehr Licht durch.
Zur Pflege: Der Schirm sollte trocken zusammengelegt werden. Wird er nass eingerollt und in die Hülle gesteckt, entsteht innerhalb weniger Tage Stockflecken- und Schimmelbildung – das ist der mit Abstand häufigste Schaden an Sonnenschirmen. Nach einem Regenguss also erst aufspannen und trocknen lassen.
Über Winter gehört der Schirm ins Trockene. Eine Schutzhülle allein reicht draußen nicht, sie hält Feuchtigkeit eher fest als ab.
Häufige Fragen
Welchen Durchmesser brauche ich?
200 cm für einen Bistrotisch, 300 cm für vier bis sechs Plätze, 400 cm für größere Runden. Der Schirm sollte den Tisch auf jeder Seite um mindestens 50 cm überragen, weil der Schatten versetzt fällt.
Wie schwer muss der Schirmständer sein?
Frei stehend etwa 25 kg bei 200 bis 250 cm Durchmesser und 40 kg ab 300 cm. Ampelschirme brauchen 60 kg und mehr. Wird der Mast durch einen Tisch geführt, darf der Fuß leichter sein.
Mittelmast oder Ampelschirm?
Der Mittelmastschirm ist stabiler, günstiger und windunempfindlicher. Der Ampelschirm hält die Fläche darunter frei und lässt sich schwenken, braucht dafür aber einen sehr schweren Fuß.
Warum bekommt mein Schirm Flecken?
Weil er nass zusammengelegt wurde. In der geschlossenen Hülle entstehen innerhalb weniger Tage Stockflecken und Schimmel. Nach Regen erst wieder aufspannen, trocknen lassen und dann schließen.
Passende Bereiche
- Markisen – fest montierter Schatten über der Terrasse
- Pavillons – Schatten mit Dach und Seitenwänden
- Gartentische – Mastdurchmesser und Tischloch müssen zusammenpassen
