
Pavillons
Pavillons und Seitenwände als wetterfester Schattenplatz für Garten, Terrasse und Feiern im Freien.
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Bildhinweis: KI-generierte Abbildung zur Veranschaulichung.
Ein Pavillon schafft einen überdachten Bereich im Garten, ohne dass gebaut werden muss – für Sitzgruppen, Feiern, den Whirlpool oder einfach als Schattenplatz mit Seitenwänden gegen Wind und Blicke.
Der Bereich reicht vom schnell aufgebauten Faltpavillon über Gartenpavillons mit stabilerem Gestell bis zu massiven Konstruktionen aus Aluminium oder Holz, die die ganze Saison stehen bleiben. Was Pavillons oft gemeinsam haben: Sie sind groß, leicht und bieten Wind eine enorme Angriffsfläche. Die Verankerung ist deshalb kein Zubehör, sondern Teil des Aufbaus.
Faltpavillon oder feste Bauart
Der Faltpavillon ist ein Scherengestell, das sich in wenigen Minuten aufziehen lässt. Für Feste, Märkte und den Campingplatz ist er die richtige Wahl: schnell aufgebaut, schnell verstaut, transportabel. Er ist aber ausdrücklich nicht dafür gedacht, wochenlang zu stehen – Gelenke und Bespannung sind auf Beweglichkeit ausgelegt, nicht auf Dauerbelastung.
Der Gartenpavillon mit gestecktem oder verschraubtem Gestell ist stabiler und für die Saison gedacht. Der Aufbau dauert länger, dafür hält die Konstruktion Wind und Regen besser stand.
Massive Pavillons mit Aluminium- oder Holzkonstruktion und festem Dach – teils aus Polycarbonat – sind das Zwischenstadium zur Terrassenüberdachung. Sie bleiben ganzjährig stehen, brauchen dann aber ein tragfähiges Fundament und fallen je nach Größe unter baurechtliche Vorgaben.
Ein praktischer Hinweis zum Gestell: Stahl ist stabiler und schwerer, Aluminium leichter und korrosionsfrei. Für Pavillons, die transportiert werden, ist Alu angenehmer; für solche, die stehen bleiben, ist das Gewicht von Stahl kein Nachteil.
Verankerung: das wichtigste Detail
Ein Pavillon mit 3 × 3 m Dachfläche entwickelt bei Wind Kräfte, die man nicht mit der Hand hält. Ein nicht verankerter Pavillon fliegt – zuverlässig, und meist gegen etwas.
Je nach Untergrund gibt es unterschiedliche Lösungen:
- Rasen: Erdnägel oder Heringe an allen Füßen, zusätzlich Abspannseile an den Ecken. Beides gehört benutzt, nicht nur eins davon.
- Terrasse und Pflaster: Beschwerungsplatten oder befüllbare Gewichte an jedem Fuß. Als Anhaltspunkt sind etwa 15 bis 20 kg je Fuß üblich, bei größeren Pavillons mehr.
- Dauerhafte Aufstellung: Aufschraubplatten auf einem festen Untergrund oder einbetonierte Anker.
Und die Regel, die jedes Zubehör schlägt: Bei angekündigtem Sturm das Dach abnehmen. Ohne Bespannung bietet das Gestell kaum Angriffsfläche. Bei Faltpavillons ist Abbauen ohnehin eine Sache von Minuten.
Dach, Seitenwände und Wasser
Bei der Dachbespannung ist neben der Wasserdichtigkeit die Dachneigung wichtig: Ein zu flach gespanntes Dach bildet bei Regen Wassersäcke, und ein Wassersack mit einigen Litern reißt die Bespannung aus den Halterungen oder verbiegt das Gestell. Deshalb die Bespannung immer straff ziehen und nach Regen kontrollieren.
Seitenwände machen aus dem Dach einen Raum – gut gegen Wind, Blicke und Sonne von der Seite. Sie erhöhen aber die Windlast erheblich. Bei aufkommendem Wind sind sie das Erste, was geöffnet oder abgenommen gehört.
Moskitonetze als Seitenteile sind für laue Abende eine sinnvolle Ergänzung und nehmen kaum Wind auf.
Prüfe beim Kauf, ob Seitenwände enthalten sind. Sie sind nicht immer enthalten, und passende Teile eines anderen Herstellers gibt es in der Regel nicht.
Größe, Aufbau und Pflege
Für eine Sitzgruppe mit sechs Personen ist eine Grundfläche von 3 × 3 m knapp und 3 × 4 m angenehm. Rechne die Durchgangshöhe an den Traufen mit: An den Seiten ist ein Pavillon deutlich niedriger als in der Mitte, und wer sich beim Hineingehen ducken muss, ärgert sich den ganzen Sommer.
Der Aufbau eines Gartenpavillons ist Arbeit für zwei Personen. Faltpavillons gehen zu zweit in Minuten, allein dagegen kaum – die Scherengestelle klemmen, wenn nicht gleichmäßig gezogen wird.
Zur Pflege gilt derselbe Grundsatz wie bei Sonnenschirmen: nur trocken einpacken. Eine feucht verstaute Bespannung schimmelt in kurzer Zeit, und der Geruch geht nicht mehr weg. Nach Regen also aufgespannt trocknen lassen.
Über Winter gehören Bespannung und Seitenwände ins Trockene. Metallgestelle können draußen bleiben, wenn sie beschichtet und ohne offene Kratzer sind.
Häufige Fragen
Faltpavillon oder Gartenpavillon?
Faltpavillon für Gelegenheiten – schnell auf- und abgebaut und transportabel. Gartenpavillon mit gestecktem oder verschraubtem Gestell, wenn er die Saison über stehen soll. Faltgestelle sind für Dauerbelastung nicht ausgelegt.
Wie muss ein Pavillon gesichert werden?
Auf Rasen mit Erdnägeln an allen Füßen plus Abspannseilen, auf Terrasse mit Beschwerungsplatten von etwa 15 bis 20 kg je Fuß. Bei angekündigtem Sturm sollte das Dach abgenommen werden.
Warum sammelt sich Wasser auf dem Dach?
Weil die Bespannung nicht straff genug gespannt ist. Ein flacher Wassersack mit wenigen Litern reicht, um die Bespannung auszureißen oder das Gestell zu verbiegen. Nach Regen kontrollieren und nachspannen.
Welche Größe brauche ich für eine Sitzgruppe?
3 × 3 m ist für sechs Personen knapp, 3 × 4 m angenehm. Achte zusätzlich auf die Durchgangshöhe an den Seiten – dort ist ein Pavillon deutlich niedriger als in der Mitte.
Passende Bereiche
- Sonnenschirme – beweglicher Schatten ohne Aufbau
- Markisen – fest an der Hauswand statt frei im Garten
- Loungesets & Sitzgruppen – was unter den Pavillon kommt
