Checkliste
Untergrund richtig prüfen
Prüfe vor dem Renovieren, ob deine Wand tragfähig, trocken und gleichmäßig saugend ist. So schaffst du die richtige Basis für Farbe, Spachtel, Putz oder Tapete.
Bildhinweis: Die Abbildungen in diesem Ratgeber wurden mit KI erstellt und dienen der Veranschaulichung.
Bevor du eine Wand streichst, spachtelst, verputzt oder tapezierst, solltest du den vorhandenen Untergrund sorgfältig prüfen. Nur eine tragfähige, trockene und richtig vorbereitete Fläche sorgt dafür, dass die nächsten Arbeitsschritte dauerhaft halten.
1. Oberfläche zuerst genau ansehen
- Prüfe die Wand auf Risse, Löcher, Abplatzungen und lose Stellen.
- Achte auf Verfärbungen, Feuchtigkeitsflecken oder sichtbare Schimmelspuren.
- Kontrolliere alte Farb- und Tapetenreste sowie Kleberückstände.
- Nutze möglichst gutes Seiten- oder Streiflicht, damit Unebenheiten besser sichtbar werden.
2. Tragfähigkeit prüfen

Der Untergrund muss fest genug sein, damit neue Farbe, Spachtelmasse, Putz oder Tapete sicher haften können.
- Fahre mit der Hand über die Fläche. Bleibt viel Staub oder sandiges Material an der Hand, muss die Wand gereinigt und gegebenenfalls grundiert werden.
- Ritze eine unauffällige Stelle vorsichtig mit einem Spachtel an. Lösen sich größere Schichten, sind diese vor der weiteren Bearbeitung zu entfernen.
- Alte Anstriche dürfen nicht großflächig abblättern oder sich vom Untergrund lösen.
3. Saugfähigkeit testen

Unterschiedlich stark saugende Flächen können später zu Flecken, ungleichmäßigem Farbauftrag oder schlechter Haftung führen.
- Gib mit einem Schwamm oder einer Sprühflasche etwas sauberes Wasser auf eine kleine Stelle.
- Zieht das Wasser sofort vollständig ein, ist der Untergrund stark saugend.
- Bleibt das Wasser lange auf der Oberfläche stehen, ist die Fläche nur schwach oder gar nicht saugend.
- Stark oder unterschiedlich saugende Untergründe benötigen häufig eine geeignete Grundierung.
4. Feuchtigkeit kontrollieren
- Dunkle Flecken, Ausblühungen, muffiger Geruch oder abplatzender Putz können auf Feuchtigkeit hinweisen.
- Bei unklaren Stellen kann ein geeignetes Feuchtigkeitsmessgerät zusätzliche Hinweise liefern.
- Streich oder tapezier eine dauerhaft feuchte Wand nicht einfach über. Klär zuerst die Ursache.
5. Risse, Löcher und Unebenheiten beurteilen
- Kleine Dübel- und Bohrlöcher lassen sich normalerweise problemlos verspachteln – wie das sauber gelingt, zeigt Risse und Löcher ausbessern.
- Feine oberflächliche Risse können häufig nach entsprechender Vorbereitung geschlossen werden.
- Größere, wiederkehrende oder ungewöhnliche Risse solltest du genauer untersuchen lassen, bevor du weiterarbeitest.
- Unebenheiten erkennst du gut mit einer langen Richtlatte oder Wasserwaage.
Das brauchst du für die Prüfung
- Spachtel
- Handfeger oder Bürste
- Schwamm oder Sprühflasche mit Wasser
- Wasserwaage oder Richtlatte
- gutes Arbeits- oder Streiflicht
- bei Bedarf Feuchtigkeitsmessgerät
Checkliste vor dem Weiterarbeiten
- Untergrund fest und tragfähig?
- Keine losen Farb-, Putz- oder Tapetenschichten?
- Saugfähigkeit geprüft?
- Fläche trocken und frei von Feuchtigkeitsschäden?
- Risse und Löcher erkannt und bewertet?
- Staub, Schmutz und lose Bestandteile entfernt?
- Notwendige Grundierung oder Vorbehandlung festgelegt?
Fazit
Ein paar Minuten für die Untergrundprüfung sparen später viel Arbeit. Erst wenn die Fläche trocken, tragfähig und passend vorbereitet ist, solltest du mit Spachteln und Verputzen, Streichen oder Tapezieren beginnen.
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